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Drucker

Manchmal ist es für blinde Menschen notwendig, ein Blatt auszudrucken. Zum Beispiel, um eine Unterschrift darauf zu setzen oder einen Fragebogen mit sehender Hilfe auszufüllen. Aber nicht nur das Drucken in Schwarzschrift ist möglich, es gibt auch Punktschriftdrucker. Auf dem Markt sind mehrere Modelle erhältlich. Die meisten Brailledrucker funktionieren allerdings nur über ein spezielles Programm, das dazu käuflich erworben werden muss. dieses Programm übernimmt die Umwandlung von Computerzeichen in Brailleschrift. Brailledrucker sind in Geschäften für Blindenhilfsmittel erhältlich, sie sind jedoch um einiges teurer als Schwarzschriftdrucker, vermutlich, wegen der komplexen Technik dahinter und weil nicht so viel Stück verkauft werden. Brailledrucker sind häufig relativ gross und machen einen ordentlichen Lärm, wenn sie die Punkte ins Blatt bringen. Achtung: Die Brailledrucker funktionieren meines Wissens meistens mit etwas dickerem Papier, wegen den Punkten. Einige Brailledrucker funktionieren auch noch mit Endlos-Papier. Ratsam ist, sich genau damit auseinanderzusetzen, was man für einen Drucker braucht, wie viele Seiten er zum Beispiel ausdrucken können soll und wie benutzerfreundlich er ist. Ferner ist abzuklären, welche Zusatzprogramme nötig sind, um das drucken zu können, was man will. ES ist auch möglich, seine Sachen extern ausdrucken zu lassen, in Blindenbibliotheken zum Beispiel.

1 Gedanke zu „Drucker“

  1. Scheinbar gibt es eine Tendenz, dass Brailledrucker weniger gerne von der IV finanziert werden, da heutzutage alles digital funktioniere. Natürlich ist es nicht mehr gleich sinnvoll, alles auszudrucken; Dokumente lassen sich auf dem Computer häufig leichter bearbeiten und es ist nicht mehr nötig, drei dicke Ordner für ein gedrucktes Buch zu haben. Allerdings gibt es doch auch menschliche Präferenzen, ausgedruckte Blätter lassen sich zum Beispiel meiner Meinung nach schneller überfliegen als das Scrollen auf dem Computer es möglich macht. Manchmal ist es auch praktischer, ein Bündel Papiere dabei zu haben als den gesamten Computer mit Braillezeile auszupacken (zum Beispiel bei öffentlichen Vorträgen). ES sollte also immer noch möglich sein, als blinden Menschen situativ zu entscheiden, dass man doch genug ausdrucken möchte, um ein eigenes Gerät zu besitzen. ES kann sowohl in der Arbeit als auch in der Schule für mehr Flexibilität und Schnelligkeit sorgen, sich mit Computern, Braillezeilen und ausgedruckten Papieren behelfen zu können.

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